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OCZ_NIA_-_Neural_Impulse_Actuator

Windows

XP (SP2) / Vista / 7

Linux

-

Mac

-

Sprache

DE, EN, andere

Preis

circa 60 €

Link

http://www.ocztechnology.com/products/ocz_peripherals/nia

OCZ NIA - Neural Impulse Actuator ist eine Hardware zur Aktivierung bestimmter Tasten über Gehirnsströme die durch ein Stirnband eingelesen und mittels eines verstärkers von der Treibersoftware ausgewertet werden.

Voraussetzungen

  • Bereitschaft, eine relativ lange Eingewöhnungszeit in Kauf zu nehmen.
  • Prozessor mit mindestens 2 CPU-Kernen (NIA benutzt Multithreading)

Geeignet für Menschen mit

  • Schwierigkeiten, Tasten zu drücken

Funktionsweise

Der NIA ist genau genommen ein EEG, also ein Gerät, das die Gehirnsströme verschiedener Wellenformen über ein Kunststoffstirnband misst. Das Gehirn ist eigentlich die ganze Zeit über tätig, so dass ununterbrochen Gehirnsströme unterschiedlichster Intensität erzeugt werden. Diese minimalen Spannungsveränderungen werden vom NIA registriert, verstärkt und in einzelne Frequenzbereiche aufgeteilt. Durch die Aufteilung wird es möglich, mehrere Zustände zu unterscheiden.

Am einfachsten ist für den Benutzer die Kontrolle der Werte für Gesichtsmuskulatur. NIA registriert, ob Muskeln im Gesicht gelöst oder angespannt sind. Nach meiner Erfahrung ist es am einfachsten, den Mund zu öffnen oder zu schließen beziehungsweise die Zähne stärker oder schwächer zusammen zu beißen.

Eine andere Möglichkeit ist die Bewegung der Augen. Der Neural Impulse Actuator kann ermessen, in welche Richtung der Benutzer blickt. Dies geschieht jedoch nicht durch Drehung des Kopfes, sondern durch bloßes bewegen der Augen.

Der dritte und auch am schwierigsten durch den Benutzer zu kontrollierende Wert ist die Gehirnsaktivität selbst. Das Problem besteht darin, dass jeder Mensch beim Denken unterschiedlich starke elektrische Spannungen verursacht und deshalb auch kaum eine generelle Vorgehensweise für das Erlernen einer bewussten Steuerung dieser Ströme existiert. Jeder muss selbst herausfinden, welches Denken die bestimmten Bereiche steuert. Immerhin hat sich gezeigt, dass emotional belegte Denkvorgänge einigermaßen zielgenau angesteuert werden können. Für viele ist es hilfreich, einen mit relativ starken Emotionen belegten Begriff einzusetzen. Beispielsweise verwendet der Entwicklungsleiter des Gerätes ein ganz bestimmtes, mit Zorn assoziiertes Wort, um einen Frequenzbereich zu steuern.

die Software

die Treibersoftware des NIA führt den Benutzer durch verschiedene Einstellungsvorgänge. Diese sind:

  • Programmstart
    Für die Aktivität der vom Stirnband registrierten Gehirnströme wird eine gelbe Linie angezeigt, die ständig aktualisiert wird. Setzt man das Stirnband auf, sinkt diese gelbe Linie langsam ab. Die gelbe Linie sollte bis unter die durchgehende grüne Linie fallen.
  • Kalibrierung
    Bei diesem Vorgang wird von der Software ein Ruhezustand eingestellt. Der Ruhezustand sagt dem Programm, ab welcher Signalstärke der NIA kein messbares Signal weitergibt. Um dies einfacher zu erläutern nehmen wir folgendes an: Signal bedeutet Zustand 1, kein Signal, beziehungsweise Ruhezustand bedeutet Zustand 0.
    Für den Zeitraum der Kalibrierung wird der Benutzer aufgefordert auf einen bestimmten Punkt zu blicken (dargestellt durch einen Kreisel) und sich weitestmöglich zu entspannen. Dieser Vorgang dauert nur ein paar Sekunden.
  • Brainfingers
    die Steuerung der Alpha-und Beta-Wellen ist eine sehr schwierige Aufgabe, die von manchen Benutzern (Anmerkung: wie es scheint die Mehrzahl der Benutzer) selbst nach tage- oder wochenlangem Training nicht unbedingt zuverlässig kontrolliert werden kann. Ich persönlich vermute, dass die vom Stirnband registrierten Ströme von der Software zu wenig Frequenzabstand haben, beziehungsweise der Abstand nicht deutlich genug Einzug findet und die sechs zur Verfügung stehen Frequenzbereiche deshalb kaum differenziert eingesetzt werden können.

Die Treibersoftware erlaubt es, für jeden der so genannten Brainfinger eine oder mehrere gedrückte Tasten oder Tastenkombination sowie Maus- oder Joypad-Funktionen zuzuweisen. Je genauer ein Benutzer die einzelnen Frequenzbereiche unter Kontrolle hat, desto mehr Tasten können einem einzelnen Bereich, abhängig von der Intensität des Signals, zugewiesen werden. Wie oben erwähnt ist dies am schnellsten und genauesten durch die Muskelanspannung des Gesichtes zu bewerkstelligen.

Hinweise

Ein großes Problem des NIA ist sein unzuverlässiges Messverhalten aufgrund fehlender Erdung. Es ist rätselhaft, warum ein Hersteller die auch für Laien offensichtliche Notwendigkeit, eine Erdung zu integrieren, versäumt. Am besten, hier Abhilfe schaffen, indem man das kleine Metallkästchen auf den Schoß legt und mit einer Hand dauerhaft berührt.

Sollte die Kalibrierung nicht funktionieren beziehungsweise die gelbe Linie nicht unter die grüne fallen, so ist dass meistens auf die fehlende Erdung zurückzuführen. Die Anwendung des oben genannten Hinweises schafft normalerweise Abhilfe.

Das Stirnband ist leider für Rollstuhlfahrer die eine Kopfstütze benötigen denkbar unpraktisch, da es über einen für nicht behinderte Menschen zwar praktischen, aber eigenwilligen Knopf festgezogen wird. Eine frühere Version wurde mit einem tatsächlichen Band geliefert, das konventionell verknotet werden konnte. Diese Lösung wird jedoch nicht mehr ausgeliefert.

Für den Fall, dass das Signal trotz guter Erdung immer noch zu schwach ist, empfiehlt es sich, eine Feuchtigkeitscreme auf die Stirn aufzutragen. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass sich keine Haare unter den Sensoren die Stirnwand ist befinden.

Ist das Signal immer noch ungenügend, kann es hilfreich sein, das Stirnband ein wenig höher, tiefer oder weiter rechts beziehungsweise links zu platzieren.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

NIA ist ein so genanntes HID-Device, das nicht unbedingt einen Treiber benötigt. Aufgrund dieser Tatsache ist es Programmierern mit gewisser Ahnung von der Materie gemeinhin ein leichtes, völlig neue Anwendungen zu entwickeln. Der Neural Impulse Actuator kann über Umwege auch als Mausersatz eingesetzt werden. Durch die etwas problematische Erlernung der Kontrolle einzelner Frequenzbereiche ist dies allerdings nur mit viel Übung zu schaffen. In Verbindung mit dem ebenfalls in diesem Wiki besprochenen Programm glovePIE können neben der Maussteuerung auch viele andere Einsatzmöglichkeiten verwirklicht werden. Auch die Software Tastenmaus ist dazu geeignet.

Warnung!

Für Menschen mit niedriger Frustrationsschwelle ist der NIA nicht geeignet!

Internetseite

http://www.ocztechnology.com/products/ocz_peripherals/nia

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